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Teil 2: Fragen zu den einzelnen Behandlungswünschen

 

In allen in Teil 1 beschriebenen Fällen wünsche ich, dass folgende Festlegungen zu Einleitung, Umfang oder Beendigung bestimmter ärztlicher Maßnahmen beachtet werden:

 

Lebenserhaltende Maßnahmen

In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder

* Erläuterung lebenserhaltende Maßnahmen - bei Bedarf anklicken

Die Äußerung, „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ zu wünschen, stellt jedenfalls für sich genommen nicht die für eine wirksame Patientenverfügung erforderliche hinreichend konkrete Behandlungsentscheidung dar.

Die insoweit erforderliche Konkretisierung kann aber gegebenenfalls durch die Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen oder die Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen erfolgen. Es spricht folglich grundsätzlich nichts gegen die Verwendung dieser Formulierung, soweit diese nicht isoliert erfolgt, sondern mit konkreten Beschreibungen der Behandlungssituationen und spezifizierten medizinischen Maßnahmen kombiniert wird.


Schmerz- und Symptombehandlung

In den beschriebenen Situationen wünsche ich eine fachgerechte Schmerz- und Symptombehandlung,

oder

Die unwahrscheinliche Möglichkeit einer ungewollten Verkürzung meiner Lebenszeit durch schmerz- und symptomlindernde Maßnahmen nehme ich in Kauf.

* Erläuterung - bei Bedarf anklicken

Eine fachgerechte lindernde Behandlung einschließlich der Gabe von Morphin wirkt in der Regel nicht lebensverkürzend. Nur in Extremsituationen kann gelegentlich die zur Symptomkontrolle notwendige Dosis von Schmerz- und Beruhigungsmitteln so hoch sein, dass eine geringe Lebenszeitverkürzung die Folge sein kann (erlaubte sog. Indirekte Sterbehilfe).


Künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder

oder

* Erläuterung Ernährung - bei Bedarf anklicken

Das Stillen von Hunger und Durst als subjektive Empfindungen gehört zu jeder lindernden Therapie. Viele schwerkranke Menschen haben allerdings kein Hungergefühl; dies gilt praktisch ausnahmslos für Sterbende und wahrscheinlich auch für Wachkoma-Patienten.

Das Durstgefühl ist bei Schwerkranken zwar länger als das Hungergefühl vorhanden, aber künstliche Flüssigkeitsgabe hat nur sehr begrenzten Einfluss darauf. Viel besser kann das Durstgefühl durch Anfeuchten der Atemluft und durch fachgerechte Mundpflege gelindert werden. Die Zufuhr großer Flüssigkeitsmengen bei Sterbenden kann schädlich sein, weil sie u.a. zu Atemnotzuständen infolge von Wasseransammlung in der Lunge führen kann.

* Erläuterung Palliativmedizin - bei Bedarf anklicken

Palliativmedizin ist die medizinische Fachrichtung, die sich primär um die Beschwerdelinderung und Aufrechterhaltung der Lebensqualität bei Patientinnen und Patienten mit unheilbaren Erkrankungen kümmert. Eine palliativmedizinische Indikation setzt daher immer das Ziel der Beschwerdelinderung und nicht das Ziel der Lebensverlängerung voraus.


Wiederbelebung

A. In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder

B. Nicht nur in den beschriebenen Situationen, sondern in allen Fällen eines Kreislaufstillstands oder Atemversagens

oder

* Erläuterung Wiederbelebung - bei Bedarf anklicken

Viele medizinische Maßnahmen können sowohl Leiden vermindern als auch Leben verlängern. Das hängt von der jeweiligen Situation ab. Wiederbelebungsmaßnahmen sind nicht leidensmindernd, sondern dienen der Lebenserhaltung. Gelegentlich kann es im Rahmen von geplanten medizinischen Eingriffen (z.B. Operationen) zu kurzfristigen Problemen kommen, die sich durch Wiederbelebungsmaßnahmen ohne Folgeschäden beheben lassen.
Herzschrittmacher, Implantierbarer Kardioverter/Defibrillator (ICD)
Bei Patienten mit Herzschrittmachern oder sog. ICDs kann sich am Lebensende die Frage stellen, wie mit diesen Geräten und ihren Funktionen umzugehen ist. Schrittmacher, die einen zu langsamen Herzschlag regulieren sollen, bereiten hier in der Regel keine Probleme. ICDs hingegen sind so programmiert, dass sie auf schnelle Herzrhythmusstörungen reagieren, die unbehandelt zum Tode führen können. Durch die ICD-Funktion soll der normale Herzrhythmus wiederhergestellt und der Patient vor einem plötzlichen Herztod geschützt werden. Das Sterben an einer schweren Herzschwäche oder einer anderen Erkrankung kann ein ICD jedoch nicht verhindern. Um eine Störung des natürlichen Sterbevorgangs zu vermeiden, kann ein ICD so umprogrammiert werden, dass diese Funktion gezielt ausgeschaltet wird, ohne seine übrigen Aufgaben zu beeinträchtigen. Sollten Sie Träger eines ICDs sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt oder Kardiologen. So können Sie am besten entscheiden, ob Sie diese Frage in Ihrer Patientenverfügung regeln und einen der folgenden Textbausteine verwenden möchten:


Künstliche Beatmung

In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder


Dialyse

In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder


Antibiotika

In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder

oder


Blut / Blutbestandteile

In den beschriebenen Situationen wünsche ich,

oder

oder


Organspende

Komme ich nach ärztlicher Beurteilung bei einem sich abzeichnenden Hirntod als Organspender in Betracht und müssen dafür ärztliche Maßnahmen durchgeführt werden, die ich in meiner Patientenverfügung ausgeschlossen habe, dann

oder

Sollte es notwendig sein, dass ich ein Spenderorgan erhalten müsste und transplantationsfähig wäre,

oder

* Erläuterung Organspende - bei Bedarf anklicken

Organe dürfen Verstorbenen in Deutschland zur Transplantation nur entnommen werden, wenn der Hirntod nachgewiesen ist und eine Zustimmung zur Organspende vorliegt. Wurde diese weder zu Lebzeiten erklärt noch ausdrücklich verweigert, zum Beispiel in einer Vorsorgevollmacht, entscheiden die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen. Organspendebereitschaft und Patientenverfügung sollten aufeinander abgestimmt werden, weil der Kreislauf des verstorbenen Spenders kurzfristig aufrechterhalten werden muss, um die Organe zu schützen.


Ort der Behandlung / Beistand

Ich möchte


Ich möchte Beistand


Ergänzende Verfügungen

* Erläuterung Ergänzungen - bei Bedarf anklicken

Hier besteht für Sie die Möglichkeit, weitere Wünsche zu formulieren. Die Absicht, den „Raum für ergänzende Verfügungen“ zu nutzen, kann unterschiedliche Motive haben. Ein Formular kann immer nur typische Situationen benennen und muss daneben Raum für individuelle Bestimmungen lassen.

Sie können beispielsweise eine Verfügung ergänzend hinzunehmen,

  • wenn Sie an einer besonderen Erkrankung leiden und dafür bestimmte Behandlungswünsche haben;
  • wenn Sie die Anwendung bestimmter Behandlungsformen nur für eine begrenzte Zeit zulassen wollen;
  • • wenn Sie die Patientenverfügung und Ihre Behandlungswünsche auf andere als die im Formular aufgeführten Situationen erstrecken wollen.

Solche Ergänzungen können auch auf einem gesonderten Blatt erfolgen und sollten dann mit Ort, Datum und Unterschrift versehen sein. Bitte berücksichtigen Sie, dass ergänzende Verfügungen möglichst konkret gehalten sein müssen, damit sie umsetzbar sind. Wir empfehlen, in diesen Fällen einen Arzt hinzuzuziehen und – wenn möglich – mit ihm die Ergänzung gemeinsam zu formulieren, um Widersprüche zwischen einzelnen Formulierungen zu vermeiden und die notwendige Genauigkeit zu erreichen.


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